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Erntedank – Wir teilen, was wir haben

Nudeln, Reis und Kaffee für die Münchner Tafel

Vom Nieselregen lassen sich die Kinder des Kinderhauses St. Rupert im Münchner Westend nicht abhalten, sie haben eine Mission. An diesem Herbsttag bringen Kindergarten- und Schulkinder gemeinsam mit den Erziehern Lebensmittelspenden zur Annahmestelle der Münchner Tafel im Westend. In allen Kinderhäusern des St. Vinzentius Zentralvereins ist es nämlich seit 2022 Tradition, rund um Erntedank Lebensmittel für die Münchner Tafel zu sammeln. „Die Sachen haben unsere Eltern und Familien ins Kinderhaus gebracht“, erzählt Schulkind Ariadni.

Tafel freut sich über Haltbares

Tomasso packt eine Nudeltüte nach der anderen in zwei Bollerwagen. Auch Reis und Kaffee sind dabei. Als die Bollerwagen bis oben voll sind, ziehen die Kinder ihre wertvolle Last über bunte Herbstblätter und Kastanien bis in die Gollierstraße. Der Weg ist nicht weit und schon nach zehn Minuten poltern die Reifen der beiden Bollerwagen über Kopfsteinpflaster in den Innenhof der Verteilstelle der Münchner Tafel, wo die Lebensmittel an Bedürftige ausgegeben werden. Hier warten Michael Hoffmann der Leiter der Verteilstelle und sein ehrenamtliches Team schon auf uns. Die Kinder bringen mit, was am meisten benötigt wird: Haltbares wie Nudeln, Reis und Kaffee. Die Tafel bekommt häufig eher frische Produkte, die sehr schnell ausgegeben werden müssen.

Für Michael Hoffmann ist es immer etwas Besonderes, wenn Kinder Lebensmittel bringen: „Das ist dann immer sehr bewegend und sehr schön. Die Kinder wollen dann auch wissen, was damit passiert und an wen das geht.“

Jede Nudelpackung landet dort, wo sie dringend gebraucht wird

Ariadni, Tomasso und die anderen Kinder packen die Lebensmittel nun aus dem Bollerwagen in blaue Plastikkisten. Hier dürfen die Kinder selbst sortieren: eine Kiste für Reis, eine Kiste für Nudeln und eine für Kaffee. Michael Hoffmann ist sicher, dass jede einzelne Nudelpackung innerhalb der nächsten Tage auf dem Esstisch eines bedürftigen Menschen landet. „Seit Corona sehen wir ein stetiges Anwachsen der Zahl der Bedürftigen. Wir haben vor ungefähr einem dreiviertel Jahr auf eine vierzehntägige Verteilung umgestellt, um noch mehr Gäste versorgen zu können.“ Umso mehr freut sich Hoffmann über die Spendenaktion des Kinderhauses.

Die Kinder helfen eifrig mit und räumen die Bollerwagen in kurzer Zeit leer. Auf dem Weg zurück ins Kinderhaus erzählt Anna-Maria, warum sie so gern bei der Aktion mitmachen wollte: „Weil wir armen Menschen helfen.“ Ihre Freundin Leonie ergänzt: „Das Essen ist für die Menschen, die das brauchen.“

Genau dieses Bewusstsein ist Adnan Mekić, dem pädagogischen Leiter des Kinderhauses St. Rupert und seinem Team, wichtig.  Sie wollen den Kindern beibringen, Lebensmittel wertzuschätzen. „Es ist nicht selbstverständlich, dass man jeden Tag etwas zu essen hat.“

Die Kinder kommen zwar nass aber gut gelaunt zurück im Kinderhaus St. Rupert an. Anna-Maria, Leonie, Ariadni, Tomasso und alle anderen haben sich heute freiwillig gemeldet, mitzuhelfen und freuen sich schon aufs nächste Mal. So lernen die Kinder in St. Rupert von klein auf, wie wichtig Solidarität für die Gesellschaft ist.

Wir in den Medien:

Klicken Sie auf die Berichte aus den Medien:

Sendung vom 07.07.2026, Beitrag ab Minute 10:38
Podcast vom 26.06.2026
Sendung vom 11.06.2026, Beitrag ab Minute 26:21
Sendung vom 11.05.2026, Beitrag ab Minute 07:16
Sendung vom 27.03.2026, Beitrag ab Minute 03:20
Sendung vom 05.02.2026, Beitrag ab Minute 38:13
Artikel vom 26.04.2023
Bericht vom 29.11.2021
Bericht vom 17.09.2021
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