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Diana Jaimes

Sportliches Sprachtalent mit gutem Auge für Details

   
(Copyright Fotos: privat)

Sie habe ein gutes Auge für Details, erzählt Diana Jaimes über sich. Deshalb fotografiere sie sehr gerne. Und sie mag Sport und Bewegung. Wenn sie nicht gerade lernt, um sich auf ihr neues Leben in Deutschland vorzubereiten, geht sie gerne ins Fitnessstudio. Oder sie tanzt, „weil ich mich dadurch ausdrücken und entspannen kann.“

Die 25-jährige Kolumbianerin ist die jüngste der drei neuen Fachkräfte, die ab Frühjahr das Team im Landschulheim Schloss Grunertshofen ergänzen werden. Sie liest viel, entdeckt neue Orte und Kulturen. Deutschland kennt Jaimes allerdings nur aus Berichten und Erzählungen. Sie hat ihre Heimat Kolumbien noch nie zuvor verlassen. „Ich bin sehr aufgeregt und auch ein bisschen nervös, aber gleichzeitig sehr glücklich und gespannt auf diese neue Erfahrung“, gesteht Jaimes.

Diana Julieth Jaimes Herrera ist in Bucaramanga geboren und aufgewachsen. Die Stadt mit rund 600.000 Einwohnern liegt etwa 400 Kilometer nordöstlich von Kolumbiens Hauptstadt Bogotá. „Bucaramanga ist eine große, moderne und sehr grüne Stadt. Sie ist bekannt für ihr warmes Klima, viele Parks und eine lebendige Atmosphäre“, beschreibt Jaimes ihre Heimat.

Nach ihrem Abitur an einer „Escuela Normal Superior“, einem pädagogisch orientierten Gymnasium in Kolumbien, das auf Bildung und Erziehung spezialisiert ist, studiert Diana Jaimes Soziale Arbeit. „Das Studium hat mir sehr gefallen, weil es praxisnah ist und mir ermöglicht, Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen zu unterstützen“, erzählt sie. Nebenher arbeitet sie in verschiedenen pädagogischen Projekten, gibt Schulungen zu Themen wie Gewaltprävention und begleitet Familien sozialpädagogisch.

„Mein größter Traum ist es, anderen Menschen zu helfen und einen positiven Beitrag für die Gesellschaft zu leisten“, gesteht Diana Jaimes. „Außerdem möchte ich viele Länder kennenlernen und mehrere Sprachen lernen, da mich andere Kulturen sehr begeistern.“ Englisch habe sie sich selbst beigebracht. Nun lernt sie Deutsch: „Ich hatte nicht viele Schwierigkeiten, habe meine Mitschüler unterstützt und freue mich sehr, mich in einer neuen Sprache verständigen zu können.“ Und bald wird sie ihre Heimat verlassen, um in Grunertshofen zu leben und arbeiten. Sie freue sich darauf, „mit Kindern zu arbeiten, sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen und einen positiven Beitrag zu ihrem Alltag zu leisten.“

Die deutsche Kultur interessiere sie schon lange. „Außerdem sehe ich Deutschland als eine gute Möglichkeit, meine Lebensqualität zu verbessern, neue berufliche Erfahrungen zu sammeln und mich sowohl persönlich als auch beruflich weiterzuentwickeln. Der internationale Kontext und die sozialen Strukturen in Deutschland motivieren mich besonders.“ Einziger Wermutstropfen: Sie muss ihre große Familie – Jaimes hat vier ältere Schwestern – und ihre Freunde zurücklassen. „Gleichzeitig weiß ich, dass diese Entscheidung ein wichtiger Schritt für meine persönliche und berufliche Entwicklung ist und mich langfristig glücklich machen wird. Ich werde regelmäßig Kontakt mit ihnen halten und versuchen, mir in Deutschland ein neues soziales Umfeld aufzubauen. Außerdem sehe ich diese Erfahrung als Chance, selbstständiger zu werden und neue Perspektiven zu gewinnen.“

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