Heilpädagogische 5-Tages-Wohngruppe (5-T-HP)

In den heilpädagogischen Wohngruppen soll Hilfe zur Erziehung gewährt werden, indem die Kinder und Jugendlichen über Tag und Nacht durch eine Verbindung von Alltagsleben mit pädagogischen und therapeutischen Angeboten in ihrer Entwicklung gefördert werden (§§ 34 und 35a). In den heilpädagogischen Wohngruppen finden je 9 Kinder/ Jugendliche im schulfähigen Alter stationäre Betreuung durch 2-3 Fachkräfte. Aufnahme finden Kinder/Jugendliche, die für kurze Zeit oder länger die Woche über außerhalb ihrer Familie leben müssen. Die Wochenenden werden in der Regel zu Hause verbracht, ebenso die Ferien. Es gibt zwei Ferienmaßnahmen und 3-4 Projektwochenenden. Das örtlich zuständige Jugendamt ist Kosten- und Maßnahmeträger.

Leistungen

  • Stationäre Betreuung der Kinder und Jugendlichen unter der Woche während der Schulzeit (ab Sonntag 18:00 Uhr bis Freitag 17:00 Uhr) 210 Tage im Jahr
  • Versorgung täglich mit einem warmen Mittagessen sowie Frühstück, Brotzeit und Abendessen
  • Einzeltherapie, 2 Wochenstunden, nach Bedarf
  • Sozialpädagogischen Fachdienst in Form von intensiver Elternarbeit
  • Persönlicher Elternkontakt (Gespräch) mindestens einmal monatlich
  • Reflexion der Erziehungsbedingungen im Elternhaus und Vorbereitung einer Rückführung ins Elternhaus.
  • Enge Zusammenarbeit mit der jeweiligen Schule
  • Sonntags und Freitags Bustransport vom und zum nächstgelegenen Bahnhof (Geltendorf)
  • Ggf. Hausbesuche zum Zwecke intensiver Elternarbeit

Zielgruppe

Kinder und Jugendliche im schulfähigen Alter und darüber hinaus,

  • die im Sinne des § 27 KJHG Hilfe zur Erziehung oder der Eingliederungshilfe bedürfen
  • die den überschaubaren Raum einer strukturierten kleinen Gruppe benötigen und bei denen ambulante oder teilstationäre Maßnahmen nicht ausreichen
  • die in belasteten Familiensituationen leben, die eine zeitweise oder vollständige Trennung des Kindes und Jugendlichen von der Familie oder vom Umfeld notwendig machen
  • deren Eltern / Elternteile mit der Erziehung grundsätzlich überfordert sind oder Schwierigkeiten in Teilbereichen haben
  • die durch konstitutionelle Defizite, psychische Belastungen und/oder ungünstige Einflüsse des Milieus in ihren leiblichen, geistigen oder seelischen Entwicklung beeinträchtigt sind
  • mit Verhaltensauffälligkeiten wegen inadäquater Erziehungsstile
  • die belastet sind durch familiäre Konflikte, zerrüttete oder problematische Elternbeziehungen und daraus resultierende Verhaltensauffälligkeiten entwickeln
  • die unter einem Trennungs- oder Scheidungssyndrom (z. B. Loyalitätskonflikte, Schuldgefühle, Missachtung der Eltern oder eines Elternteils, Ängste des Verlassenwerdens, grundsätzliche Vertrauensverluste gegenüber Erwachsenen) leiden
  • die unter Pupertätsproblemen leiden, sich gegenüber Autoritäten (Eltern, Lehrer) auflehnen, Probleme mit der eigenen Identitätsfindung haben, Schwierigkeiten im Ablösungsprozess und/oder emotionale Instabilität aufweisen
  • die unter Hyperaktivität leiden (hyperkinetisches Syndrom)
  • die unter Kontakt- oder Beziehungsschwierigkeiten, Distanzlosigkeit, Aggressivität, Missbrauchs- oder Gewalterfahrungen leiden
  • die Probleme im Konflikt- oder Konfliktlösungsverhalten haben
  • die Schulmüdigkeit, Schulversion (Schulschwänzen) zeigen
  • mit Problemen im Leistungsverhalten: Konzentrationsschwierigkeiten, stark schwankende Leistungen, Probleme in Teilbereichen, Umgehen/Vermeiden von Leistungssituationen, Leistungsverweigerung
  • mit Verwahrlosungstendenzen (auch Wohlstandsverwahrlosung), auch bei geringfügigen Formen von Delinquenz (z. B. kleinere Ladendiebstähle)

Tagessatz: 185,11 €

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